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Das Labyrinth Eine Meditation
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Du gehst
hinein ins eigene Labyrinth deines Lebens Und siehst
vor dir gewundene Pfade. Langsam und
bedächtig wagst du die ersten Schritte und findest dich mittendrin im
Gewirr des Weges. Bald
verspürst du Sicherheit, verlierst
beim Gehen die Angst, weil du eine
Mitte hast, die dich hält, ein Ziel, auf
das alles hinausläuft. Doch
plötzlich schlägt der Weg eine andere Richtung ein. Eine neue
Wirklichkeit umgibt dich. DU durchlebst
eine Gratwanderung am äußersten Rand des Labyrinthes. Abgründe tun
sich auf. Ist dein
Leben in Gefahr? Ist die
Sicherheit, die dich umgab, verschwunden? Wärme
verwandelt sich in Kälte, Geborgenheit
wird verdrängt durch Verlassenheit, Gemeinschaft
ist verschwunden, die Angst vor
dem Alleinsein wächst, ein Gefühl
der Einsamkeit breitet sich aus. Doch die
Hoffnung lebt in dir, denn du weißt
um die Mitte, sie gibt dir
neuen Mut, sie muntert
dich auf, weiterzugehen, sie
verspricht Zukunft. Wenn ich mein
Leben als einen Weg durch ein Labyrinth sehe, dann erlebe
ich Ängste und Unsicherheiten und kann doch
offen und mutig voranschreiten, denn Gott ist
die Mitte, denn Gott
trägt und begleitet mich. Aus: Angedacht, Grünewald-Verlag
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