geistliche Impulse

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von P. Pius Kirchgessner, OFMCap

 

Vom Aschermittwoch zur Auferstehung

 

Neulich habe ich irgendwo gelesen: „vom Aschermittwoch zur Auferstehung“. Dabei fiel mir auf, dass beide Wörter mit „A“ beginnen, und ich begann ein Brainstorming, eine Ideensammlung von Wörtern, die mit „A“ beginnen. Einige Wörter sind: Aufbruch, Anfangen, Abtauchen, Amen, Auserwählter, Auszeit, Atem … All diese Wörter passen auch zur Fastenzeit, die ja jetzt am Aschermittwoch beginnt.

 

Als Kind war es für mich eine schreckliche Zeit. Unendlich langgezogen. Meist hatte ich auf Süßigkeiten verzichtet. Es hat mir nicht geschadet, aber es war doch mehr ein Üben am Durchhalten. Heute sehe ich diese Zeit aus einem anderen Blickwinkel. Die Fastenzeit ist eher eine Wüstenzeit, eine Auszeit. Eine besondere Zeit, in der ich versuche Jesus, Gott in der Stille und Kontemplation nahe zu sein. Mir dafür Zeit zu nehmen.

 

Als Jesus sich von Johannes im Jordan taufen ließ, ging er in die Wüste; eine Auszeit für IHN und ER musste dem Teufel Widerstand leisten. Erst nach dieser Zeit fühlte ER sich stark genug, um seine Jünger zu berufen, das Reich Gottes zu verkünden und Wunder zu vollbringen. Eine Zeit, die Jesus immer wieder brauchte, um sich zu sammeln und mit Gott im Gespräch zu bleiben.

 

Es ist auch für mich eine gute Zeit in der Stille zu sein, mich leer zu machen, zu lauschen was Gott zu sagen hat. Im Lärm der Zeit kann man Gott wohl nur schwer hören. 7 Wochen ein Stück in die Ewigkeit abtauchen und vielleicht ein Wort mit „A“ in den Fokus stellen: Akzeptanz, Alltagsmomente, Abschied, Aussicht, Aufblühen, Anklagen, Anmut … - das möchte ich in dieser Fastenzeit gerne ausprobieren.

 

Ich wünsche Ihnen eine Wüsten-Fastenzeit, die Ihren Glauben stärkt und Sie Gott näherbringt.

 

Nicole Elß

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