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geh
und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder,
dann komm
und opfere deine Gabe!
Mt 5, 24b
Das ist eine Ermutigung, mich auf den
Mitmenschenzuzubewegen, mit dem ich mich gerade streite.
Das gilt sogar dann, wenn ein anderer etwas gegen mich
hat. Dieses Auf-den-anderen-Zugehen soll dem
Gottesdienst vorausgehen. Es duldet keinen Aufschub.
Schließlich geht es hier um Leben oder (sozialen) Tod!
Zur Versöhnung bereit zu sein ist kein Verrat an der
Wahrheit, im Gegenteil. Unrecht wird beim Namen genannt.
Aber wir bleiben nicht bei dem stehen, was in der
Vergangenheit schief lief, sondern wir bauen Brücken für
die Zukunft.
Rosemarie Wenner
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