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Kintsugi
– das ist eine traditionelle japanische Kunstform, bei
der Zerbrochenes zusammengefügt und die Bruchstellen,
statt sie zu verbergen, vergoldet werden.
Eine faszinierende Technik, welche die Schönheit im
Unvollkommenen sucht.
Wie wäre es, wenn ich mir das zum Beispiel nehmen würde,
mindestens für diese Fastenzeit:
Verwundungen nicht als beschämend, Brüche nicht als
Makel betrachten,
vielmehr als Teil meiner Geschichte, meiner
Einzigartigkeit, ja Schönheit.
Zulassen, dass Du, Gott, mit goldenem Pinsel genau an
diesen Stellen ansetzt;
darauf vertrauen, dass Brüche und Scherben nicht das
Ende sind,
sondern dass genau daraus ein neuer Anfang wachsen kann.
Goldreparatur mit dem göttlichen Pinsel…
Sonja Knapp
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