Exerzitien mit P. Pius

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Ich bin die Tür

zum Evangelium am 4. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr A; Joh 10, 1 - 10

 

 

Das Wort Jesu von der Tür bekommt in einer Zeit, in der wir Angst haben und lernen müssen, die Türen unserer Wohnungen geschlossen zu halten, sie vielleicht nur einen Spalt breit zu öffnen, eine ganz neue Bedeutung.

Wer von uns hat nicht selbst schon vor verschlossenen Türen gestanden, vergeblich angeklopft, die Freude gespürt, wenn eine Tür gastlich geöffnet wird, oder die Erleichterung, wenn der verloren geglaubte Schlüssel gefunden und die Tür geöffnet ist. Wer von uns hat nicht selbst schon seine Tür hinter sich zu gemacht, ganz bewusst und erleichtert, oder sie im Zorn ins Schloss geworfen …

Bilder und Erfahrungen werden in uns wach, wenn wir Jesus sagen hören: „Ich bin die Tür, wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden.“

Diese Tür, mit der Jesus sich gleichsetzt, ist eindeutig eine weit offene Tür, eine Tür, durch die wir hinein- und hinausgehen können. Dem Johannesevangelium zufolge ist Jesus die Tür „hinein“ zu Gott. Zur Begegnung mit Gott. Dann erfahren wir durch ihn, wer Gott für uns ist.

In der Verkündigung und im Handeln Jesu zeigt sich Gott, offenbart sich Gott: Ein Gott, der sich den Menschen zuwendet, der ihre Not sieht, ihr Rufen hört: der Schwache und Kranke heil macht, der Menschen ihre Würde gibt und sie nicht demütig im Staub sehen will. Ein Gott der Liebe, nicht der Strenge, der Vergebung nicht der Strafe.

Zu diesem Gott ist Jesus die Tür. Wer durch diese Tür hineingeht, findet Heil und Rettung, findet Nahrung und Schutz, Geborgenheit und Leben, findet eine Weide. Was für ein schönes Bild!

Doch die Rede ist von Ein- und Ausgehen. Was bedeutet das Hinausgehen? Wohin hinaus?

Wer Gott so erfahren hat, wie gerade bedacht, kann hinausgehen: in eine neue Weite, eine neue Freiheit, ein neues Denken und Handeln.

Jesus ist die offene Tür hinaus: in die Welt, in den Alltag, in die Wirklichkeit mit all ihren Brüchen und Herausforderungen. Er ist gleichsam „Welt-Tür“.

Wenn Jesus die Tür ist, durch die wir hinausgehen, können wir uns mit ihm den Krisen unserer Zeit stellen. Ohne Angst. Immer wieder spricht Jesus uns zu. Fürchtet euch nicht.

Das Wort von der Tür ist ein Wort gegen die Angst.

Jesus ist die offene Tür, die „Gottes-Tür“ und die „Welt-Tür“, durch die wir hinein zu Gott und hinaus in die Weite gehen können. In seinem Geist, von ihm geleitet und gesandt, können wir selbst und füreinander zu Türen werden. Jesus ist die Tür. In seiner Nachfolge bin auch ich eine Tür.

 

Jesus nimmt uns an, wie wir sind, wie es gerade jetzt für uns gut ist. Immer spricht er uns zu: Fürchte dich nicht. Ich bin die Tür zum Leben – zum Leben in Fülle.

 

Irmentraud Kobusch

 

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